Komm mit auf die Reise fließender Yoga-Momente

In unserer Reise durch die fließenden Yoga-Bewegungen erleben die Teilnehmer etwas, das sich schwer mit den üblichen Worten der Yogaszene beschreiben lässt. Hier geht es nicht nur um das bloße Nachahmen von Formen – es ist eher ein Gespräch zwischen Körper und Atem, ein sich ständig wandelnder Rhythmus, der eher einem Fluss als einer festgelegten Abfolge ähnelt. Ich habe oft beobachtet, wie Menschen in herkömmlichen Yogakursen an dem Anspruch, “richtig” zu sein, fast verzweifeln – die Haltung muss exakt aussehen, die Reihenfolge stimmt, aber irgendetwas bleibt starr. Bei uns betonen wir das Gegenteil: Es gibt Raum für kleine Abweichungen, für das Erkunden, wie sich eine Bewegung gerade heute, in diesem Moment, anfühlt. (Und manchmal, ehrlich gesagt, liegt in einer ungeplanten Pause mehr Erkenntnis als in der perfekten Ausführung.) Was unser Ansatz, besonders in der Struktur – oder vielleicht besser: im Spannungsfeld zwischen Struktur und Freiheit – so markant macht, ist, dass wir von Anfang an Unsicherheit und Neugier willkommen heißen. Ich erinnere mich an eine Teilnehmerin, die nach der dritten Stunde sagte: “Ich hab heute nicht mehr so Angst, ‘falsch’ zu atmen.” Das ist ein kleiner Satz, aber er trifft ziemlich genau, worauf es uns ankommt. Die Sequenz, die Pelnisa entwickelt hat, ist wie eine Art Landkarte, aber eine mit offenen Rändern – sie lässt zu, dass jemand auch mal einen Umweg macht, stehen bleibt oder die Landschaft betrachtet. Für viele ist das anfangs ungewohnt, ja fast irritierend, weil sie es gewohnt sind, für alles eine klare Anweisung zu bekommen. Aber genau darin liegt meiner Meinung nach der Wert: Die Teilnehmenden dürfen spüren, dass Bewegung und Stille, Anstrengung und Loslassen, keine Gegensätze sind, sondern ineinander übergehen können. Am Ende – und das ist vielleicht der schönste Teil – erkennt man bei den Anfängern im Vergleich zu den fortgeschritteneren Teilnehmenden nicht unbedingt einen äußeren Unterschied (manchmal steht jemand, der erst seit kurzem dabei ist, mit einer solchen Selbstverständlichkeit in einer Haltung, während ein “Alter Hase” sich noch sucht). Der eigentliche Unterschied zeigt sich eher darin, wie die Leute mit sich selbst sind. Die Anfänger sind oft noch vorsichtig, manchmal kritisch mit sich, während die Erfahreneren gelernt haben, die eigene Erfahrung zuzulassen, auch wenn sie mal nicht angenehm ist. Unser Ansatz lebt davon, dass wir nicht vorgeben, wie sich “richtig” anfühlen muss, sondern dass jeder lernt, seinem eigenen Empfinden zu vertrauen. Und ich würde behaupten – ohne zu übertreiben –, dass genau daraus eine gewisse Leichtigkeit entsteht, die man nicht üben kann, sondern die langsam von innen wächst.

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